Dokumentation von Verrechnungspreisen

Die Beziehung zu einer ausländischen Unternehmenseinheit, einer Tochtergesellschaft oder auch einer Betriebsstätte stehen im besonderen Blickpunkt der Steuerbehörden beider Staaten. Das Steuersubstrat beider Staaten wird durch die Preise beeinflusst, die für die zwischen der inländischen und der ausländischen Unternehmenseinheit ausgetauschten Leistungen verrechnet werden. Wenn auch international allgemein anerkannt ist, dass sich die Gestaltung dieser Verrechnungspreise am Fremdverhalten - dem sog. dealing-at-arm´s-length-Prinzip - zu orientieren hat, bestehen über den tatsächlich erzielbaren Fremdvergleichspreis vielfach nicht nur zwischen dem Unternemen und der jeweiligen Finanzverwaltung, sondern u.U. auch zwischen den nationalen Finanzverwaltungen unterschiedliche Vorstellungen. Zweifel der Finanzverwaltungen werden durch die weitgehend auf das Inland beschränkten Ermittlungsmöglichkeiten genährt. Es wird befürchtet, dass der für die Gestaltung der Verrechnungspreise bedeutsame Sachverhalt nur unvollständig offenbart wird.

(achtung - hier auch falsch im original) ... folgend - den inländischen Unternehmen umfangreiche Pflichten zur Dokumentation der Bildung der Verrechnungspreise auferlegt. Bei der Verletzung dieser Pflichten ist die Finanzverwaltung zur Schätzung sowie zur Festsetzung von Strafzuschlägen berechtigt.

Eine von den tatsächlich verrechneten Preisen abweichende Schätzung führt regelmäßig zur Besteuerung eines Gewinns, der auch bereits im Ausland der Besteuerung unterlegen hat.

Es sollte deswegen angestrebt werden, dass durch eine einwandfreie Dokumentation der Verrechnungspreise eine Diskussion mit der Finanzverwaltung über die Angemessenheit der Verrechnungspreise weitgehend vermieden werden kann.

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